Pflege-Versorgungslage spitzt sich zu

Die Nachfrage nach stationärer Pflege steigt fast dreimal so stark wie der Neubau dringend benötigter Pflegeimmobilien. Das ist das Ergebnis der im Dezember 2018 veröffentlichten Pflegestatistik des statistischen Bundesamts. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen warnt das Beratungsunternehmen Terranus vor einer weiteren Zuspitzung der bereits prekären Versorgungslage. Der Geschäftsführer Markus Bienentreu sagte: „Die Zahlen belegen, was wir in der Praxis seit einigen Jahren deutlich beobachten“. „Die vorhandenen Pflegeheime laufen voll, und es wird zu wenig gebaut.“ Die Hauptgründe für die diese Situation seien demnach fehlende oder zu teure Grundstücke, verschärfte Bauvorschriften und stark gestiegene Baukosten. „Das bedeutet, wir haben nicht nur zu wenige Pflegeplätze, sondern konservieren auch veraltete und für eine moderne Pflege nicht mehr zeitgemäße Strukturen. Für die Versorgungssituation und die Qualität ist das eine äußerst alarmierende Entwicklung.“ so Bienentreu weiter.

Das Statistische Bundesamt schreibt von einer Gesamtzunahme der stationär versorgten Pflegebedürftigen in Höhe von 7,5 %, dementsprechend rund 64.000 Personen. Die Zahl der stationären Pflegeplätze ist jedoch nur um 2,5 %, also rund 23.000 Plätze gestiegen. Nicht zuletzt reduzierten sich die Aufnahme-Kapazitäten vieler Pflegeeinrichtungen im letzten Jahr durch die neuen Einzelzimmerquoten, wie wir sie auch in NRW haben: 100 % bei Neubauten und 80 % bei Bestands-Pflegeimmobilien.

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