Im Notfall gut vertreten

Wer regelt im Notfall wichtige Entscheidungen bei Ärzten, im Krankenhaus oder bei offenen juristischen Fragen, wenn man diese selber nicht mehr treffen kann?

Wie schnell kann es passieren, dass man im Falle eines Unfalls, plötzlicher psychischer oder physischer Erkrankung oder Behinderung nicht mehr in der Lage ist, wichtige Angelegenheiten zu erledigen? Wer kümmert sich beispielsweise um Behördengänge, die Post, Finanzen oder bei Selbstständigen um das laufende Geschäft? Zunächst würde das bedeuten, ein vom Betreuungsgericht bestellter Betreuer würde diese Aufgaben erledigen. Es sei denn, man hat in einer Betreuungsverfügung einen anderen Menschen beauftragt, als Vertreter in seinem Interesse zu handeln und Entscheidungen zu treffen. Denn Ehepartner, Verwandte und Familienangehörige sind nicht zur automatischen Vertretung berechtigt und auch diese Personen sind nur mit einer gültigen Vorsorgevollmacht als Vertreter in der Lage, gültige Rechtsgeschäfte durchzuführen. Ebenso dürfen Angehörige nicht in einem medizinischen Notfall, wenn der Patient selber nicht der ärztlichen Behandlung zustimmen kann, über weitere Maßnahmen entscheiden. Mit einer Patientenverfügung könnte man in so einem Fall vorsorgen. Sie ist verbindlich, muss schriftlich vorliegen und vom Verfügenden eigenhändig unterschrieben sein. Dort wird festgehalten, für welche Krankheitssituation diese Person in bestimmte Behandlungen oder lebensnotwendige bzw. lebenserhaltende Maßnahmen einwilligt oder nicht.

Wie viele Personen kennen Sie, die diese Vollmachten oder Verfügungen hinterlegt haben?

Eine Gesamtvollmacht mit Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht fertigen zu lassen ist nicht nur für Ältere ein Muss. Ab dem 18. Lebensjahr wird dies von Juristen empfohlen. Besonders wenn eine Familie vorhanden ist, sind diese Vollmachten unentbehrlich. Rund 90% der Bürger besitzen keine Vollmacht und 75% keine Patientenverfügung. Viele sind der Meinung, der Ehepartner wird sich schon kümmern, wenn etwas passieren sollte und sind schließlich den Gesetzen und Gerichten willenlos ausgeliefert.

Mit vertrauensvollen Kooperationspartnern haben wir die Möglichkeit, Sie aufzuklären. Diese Partner, vertreten durch Rechtsanwälte, unterstützen Sie bei der Erstellung Ihrer Vollmachten und Verfügungen nach den von Ihnen festgelegten Inhalten, sie regeln die Unterschriftsbeglaubigung jeder erstellten Vollmacht und garantieren die automatische Aktualisierung bei Gesetzesänderungen. Zusätzlich ist es möglich, sich rechtliche Unterstützung einzuholen, wenn diese gebraucht wird.