Sogenannte Anlegerschutzanwälte machen Kasse mit P&R Anlegern

Die Insolvenz der P&R Container Gesellschaften stellt laut Medien den größten Finanzskandal der deutschen Geschichte dar. Das zieht die vermeintlichen Anlegerschutzanwälte an, wie das verletzte Reh die Wölfe. Mit den geschädigten Anlegern kann man sich als Anwalt schließlich eine goldene Nase verdienen. Sucht man beispielsweise bei Google nach weitergehenden Informationen zur P&R Insolvenz, erhält man erst einmal nur Anwaltskanzleien als Suchergebnisse. Diese bieten ihre Dienste im vermeintlich wohlwollenden Sinn den geschädigten Anlegern an.

Die Anwälte schreiben gerne von einem Totalverlust der Anleger, dabei ist noch völlig unklar, wie hoch letztendlich der Schaden bei den P&R Investments ist. Selbst der Insolvenzverwalter geht inzwischen von einem Rückfluss von bis zu 50 Prozent aus.

Wir von Finanzring haben uns und unserer Vorgehensweise bei der Vermittlung in den vergangenen Jahren keinerlei Fehler oder Versäumnisse vorzuwerfen. Im Gegenteil, Finanzring hat auch vor der in 2017 eingeführten Protokollierungspflicht stets auf die Risiken hingewiesen, die von allen P&R-Kunden gerne eingegangen wurden, um eine höhere Rendite zu erwirtschaften. Letztlich zähle ich auch meine Familie und mich selber zu diesem Kundenkreis. Es ist und bleibt ein Betrug vergleichbar mit anderen Wirtschaftsskandalen wie dem Abgasskandal. Hier müssen die Verantwortlichen und die Mitwisser bestraft werden.

Durch die Insolvenzen der P&R Gesellschaften hat das Geschäft mit den Anlegern enorm an Aufschwung gewonnen. Jedoch scheint diese Massenabfertigung der Anleger und oberflächlich zusammengeschriebene Serienbriefe der Anwälte die Richter auch zu verärgern. Eine vom Landgericht Schweinfurt abgewiesene Klage einer P&R Anlegerin stellen wir Ihnen daher gerne auf Anfrage zur Verfügung.

Ein weiteres Beispiel ist ein Schreiben von der Anwaltskanzlei Helge Petersen und Collegen (hier geschwärzt einsehbar). Diese Kanzlei für Kapitalmarktrecht, besser gesagt die zuständige Rechtsanwältin, sendete uns erst einmal 12 Seiten. Anleger, die von der Kanzlei vertreten werden, können sich selbst ein Bild machen, inwiefern unseres Erachtens nach einfach nur individuelle Angaben des Anlegers sowie der Investments ausgetauscht werden. Das 12-seitige Schreiben der Anwaltskanzlei Helge Petersen und Collegen ist nach unserer Auffassung mit den typischen Argumenten einer angeblichen Falschberatung und diversen anderen falschen Behauptungen versehen. Verschickt wurde das Ganze nicht per Brief sondern kostengünstig per Fax.

Nach eigenen Angaben steht Helge Petersen und Collegen mit mehreren Tausend Container-Anlegern in Kontakt. Das dürfte sich selbst dann besonders für die Anwälte lohnen, wenn auch nur ein Bruchteil der verzweifelten Kunden das Mandat erteilt haben, egal, ob die Vermittlung seinerzeit korrekt vorgenommen wurde oder nicht. Das wird offenbar vorab überhaupt nicht überprüft.