ETF-Fondspolicen

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ETF-Fondspolice vs. Fondssparplan

Unsere passive Wertpapierstrategie empfiehlt die Investition in ein breit gestreutes und weltweites Portfolio. Hierbei müssen die Anlageklassen wie Geldmarkt, Renten, Aktien, Rohstoffe und Immobilien gewichtet werden. Dies setzt bestimmte Mindestanlagebeträge voraus, damit die an der Börse anfallenden Spesen in einem vernünftigen Verhältnis zum Kaufumfang stehen.

Wer allerdings mit regelmäßigen Beträgen sparen möchte, stößt hier auf ein Problem. Denn die Depot-Banken bieten Sparpläne nur für wenige ausgewählte ETF und oftmals erst ab 50 Euro pro Position an. Um ein gestreutes (sog. diversifiziertes) Depot abbilden zu können, bedarf es in der Regel einer Ansparung von mindestens acht Positionen. Folglich müsste ein Anleger innerhalb eines Bank-Depots mindestens 400 Euro monatlich ansparen.

Weiterhin sind die Transaktionskosten und Depot-Entgelte für Sparpläne mit Exchange Traded Funds (ETF) innerhalb eines Bankdepots zu berücksichtigen. Oftmals wird neben einer Transaktionspauschale für An- und Verkauf ein Verwahrungsentgelt (ohne aktive Beratung) speziell für ETF-Depots erhoben. Je häufiger die Zusammensetzung (Allokation) innerhalb eines Bank-Depots verändert wird, desto höher fallen die Transaktionskosten aus.

Eine sinnvolle Alternative zu einem ETF-Fondssparplan stellt die ETF-Fondspolice in Form einer versicherungsvertraglichen Lösung dar.

Welche Vorteile bietet eine ETF-Fondspolice gegenüber einem ETF-Fondssparplan einer Bank?

Bei einer ETF-Fondspolice können bereits ab insgesamt 50 Euro monatlich acht ETF angespart werden. Somit ist sichergestellt, dass auch bei relativ geringen Sparraten alle Segmente eines Weltportfolios ausreichend gewichtet sind.

Die ETF-Fondspolice ist kostengünstig, denn neben den üblichen Verwaltungsgebühren einer Fondspolice fallen keine weiteren Kosten an. Transaktionskosten oder Ausgabeaufschläge für den Kauf und Verkauf von ETF gibt es im Rahmen einer ETF-Fondspolice nicht. Die ggf. erforderliche jährliche Restrukturierung der Depotstruktur (das sogenannte Rebalancing) ist somit erheblich günstiger umzusetzen als bei einem Sparplan. Ein solches Rebalancing wird mit dem Finanzring-Kunden einmal jährlich kostenfrei besprochen und umgesetzt.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei dem Vergleich der steuerlichen Behandlung einer ETF-Fondspolice und einem ETF-Sparplan. Eine ETF-Fondspolice unterliegt in der Regel der sogenannten Differenzbesteuerung. Dabei wird die Differenz zwischen den eingezahlten Beiträgen und dem Rückzahlungsbetrag (Depotwert zum Zeitpunkt der Auflösung) mit dem dann gültigen persönlichen Steuersatz des Sparers versteuert. Die laufend erzielten Erträge einer Fondspolice werden also erst mit dem Ablauf der Police versteuert. Das heißt, je länger die Laufzeit der ETF-Fondspolice gewählt wird, desto stärker wirkt sich hier ein Zinseszinseffekt aus.

Hier gilt die Besonderheit, dass ab dem 60. Lebensjahr und einer Laufzeit von mindestens 12 Jahren nur die Hälfte dieses Differenzbetrages herangezogen wird. Diese Besteuerungsgrundlage ist meist günstiger als die Abgeltungsteuer auf Kapitaleinkünfte (derzeit 25 % zzgl. Soli und KiSt) die bei einem ETF-Sparplan Anwendung findet.

Die Ansparung in eine flexible ETF-Fondspolice bietet weitere interessante Möglichkeiten:

  • Eine Aussetzung des Sparbeitrages ist mehrmals und bis zu 36 Monaten möglich
  • Liquiditätsoption vor Rentenbeginn – Auszahlungen bis zu zweimal jährlich möglich
  • Sonderzahlungen zur Erhöhung des Anteilsguthabens und Vorsorgekapitals durchführbar
  • Bei Vertragsablauf ist eine Verrentungsoption, Teilverrentung/-kapitalisierung oder Kapitalabfindung (Einmalauszahlung des Gesamtbetrages) optional wählbar
  • Übertragung des Fondsvermögens bei Vertragsablauf ab 2.500 Euro auf ein externes Depot möglich
  • Ein Rebalancing der Depotstruktur ist jederzeit möglich
  • Lebenslange Laufzeit und Verbleiben des Fondsvermögens innerhalb der Fondspolice zur Vermeidung der Abgeltungsteuer

Finanzring beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit dem Thema Exchange Traded Funds. Bereits 2007 führten wir die passive Wertpapierstrategie ein.

Für weitere Informationen und Fragen zu diesem Thema stehen Ihnen unsere Berater gerne mit Rat zur Verfügung.

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