Immobilienfonds

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So funktionieren Alternative Investmentfonds am Beispiel eines Immobilienfonds

In Zeiten niedriger Zinsen und steigender Kursschwankungen an den Börsen setzen vermögende Kunden derzeit vermehrt auf Sachwerte. Die jüngste Vergangenheit hat uns jedoch nochmals gezeigt, dass man nicht alles auf eine Karte setzen sollte. Um eine gute Streuung des Vermögens und damit auch des Risikos zu erzielen, sind Alternative Investmentfonds (vormals geschlossene Fonds genannt) bestens geeignet.

Anleger, die bereits Immobilieneigentum besitzen und den Erwerb einer Immobilie im Einzel- oder Teileigentum derzeit nicht wünschen, bietet sich der Kauf eines Alternative Investmentfonds zur Vermögensbeimischung an. Mit diesem alternativen Anlagebaustein kann man auch mit niedrigeren Beträgen sachwertorientiert investieren und gleichzeitig das Vermögen auf verschiedene Objekte streuen.

Die Funktionsweise eines Alternativen Investmentfonds ist relativ einfach. Anders als bei offenen Fonds, die in den letzten Jahren Probleme mit der Liquidität aufwiesen, stellt bei einem geschlossenen Fonds nur eine begrenzte Anzahl von Anlegern das Eigenkapital für den Erwerb einer Immobilie zur Verfügung. Meistens sind diese Anlageobjekte gewerblich genutzte Immobilien wie Büro- und Geschäftshäuser, Einkaufscenter und Hotels.

Da es für den Erwerb einer Immobilie üblich ist, Fremdkapital in Form eines Bank- Darlehens aufzunehmen, wird erfahrungsgemäß rund die Hälfte des Kaufpreises zuzüglich Erwerbs- und Fondskosten durch eine solche Fremdkapitalaufnahme finanziert.

Die Anleger erwerben mit Ihrem Anteil eine Beteiligung an der Gesellschaft (meist eine GmbH & Co. KG), die die Immobilie im Eigentum hält. Die Anleger sind somit Gesellschafter im Range von Kommanditisten und haben entsprechend ihres Anteils Stimmrecht bei den Gesellschafterversammlungen.

In der Regel beträgt die Mindestzeichnung für Anleger 10.000 Euro. Ist das vorgesehene Eigenkapital eingesammelt, wird der Fonds geschlossen – daher auch der ursprüngliche Name.

Die Gesellschafter erzielen während der Laufzeit des Fonds auf der steuerlichen Seite Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Diese setzen sich aus den Mieteinnahmen, Kosten für Verwaltung und Instandhaltung, Zinszahlungen und Abschreibungen zusammen. Auf der Liquiditätsseite führen die Mieteinnahmen nach Kosten, Zins- und Tilgungszahlungen zu einem Einnahmenüberschuss, der an die Gesellschafter ausgeschüttet wird.

Neben der Ausschüttung bieten verschiedene Alternative Investmentfonds auch attraktive Steuervorteile. Zum Beispiel können im Ausland hohe Steuerfreibeträge und die im Vergleich zu Deutschland niedrigeren Steuersätze genutzt werden.

Immobilien an ausgesuchten Standorten, mit bonitätsstarken Mietern und langfristigen Mietverträgen sind traditionell eine der bevorzugten Anlageformen. Sie gelten als sichere und langfristig rentable Kapitalanlage.

Anbieter Alternative Investmentfonds konzentrieren sich in der Regel auf einen oder wenige ausgewählte Märkte oder Regionen. Derzeit stehen neben der Euro-Zone besonders die USA und Australien stark im Fokus. Die dort agierenden Alternativen Investmentfonds werden meistens in der jeweiligen örtlichen Währung aufgelegt. Ein Investment in einen solchen Fonds eignet sich daher gut zur Reduzierung des Währungsrisikos Ihres Gesamtportfolios.

Bei Alternativen Investmentfonds handelt es sich allerdings immer um eine unternehmerische und langfristig angelegte Beteiligung mit entsprechenden Chancen und Risiken. Zudem ist die Produktvielfalt am Markt sehr groß, so dass eine qualifizierte Beratung und Expertise unbedingt erforderlich ist.

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