ETF - Exchange Traded Funds

ETF Exchange Traded Funds als passive WertpapierstrategieWer sein Geld in aktienorientierte Anlagen investiert, ist sich bewusst, dass diese Anlage mit Risiken z.B. in Form von Kursänderungen verbunden ist. Die Inkaufnahme dieser Risiken soll aber durch eine höhere Renditeerwartung belohnt werden, die sich in dem mittel- bis langfristigen Trend der Wertpapiermärkte widerspiegelt.

Die Zielsetzung der meisten Anleger besteht darin, an Informationen, Wissensvorsprünge oder Kenntnisse über spezielle Wertpapier-Strategien zu gelangen, die es ihnen ermöglichen sollen, durch die richtige Auswahl von Wertpapieren und den richtigen Kauf- und Verkaufszeitpunkt überdurchschnittliche Erfolge zu erzielen. Ist dies dem Anleger selbst nicht möglich, so soll ein Fondsmanager oder Verwalter gefunden werden, der sein Wissen aktiv auf das ihm anvertraute Vermögen anwendet.

Aktiv verwaltete Investmentfonds

Bis heute verwaltet die Mehrzahl der Fondsmanager und Vermögensverwalter das anvertraute Kundenkapital auf aktiver Basis. Dies bedeutet, die Manager führen Entscheidungsprozesse auf Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kursentwicklungen zurück. Die Kapitalstrukturierungen basieren daher auf Prognosen, sei dies nun auf mikroökonomischer Ebene bei der Selektion einzelner Titel oder auf makroökonomischer Ebene bei der Selektion von Märkten.

Man versucht im aktiven Management stets eine bessere Rendite als die jeweiligen Referenzwerte (auch Benchmarks oder Indices genannt) zu erzielen.

Selbstverständlich wird von diesen Managern erwartet, dass sie durch ihre Verwaltung einen Renditevorteil erwirtschaften, der mindestens die entstehenden Managementgebühren ausgleicht.

Die Erfahrungen der vergangen Jahrzehnte

Betrachten wir den Bereich der aktiv verwalteten Investmentfonds: Hierzu seien, exemplarisch für eine Vielzahl von Forschungsergebnissen, sieben Studien erwähnt, die über einen Zeitraum von 1945 bis 2001 über 3.000 Investmentfonds untersucht haben. Sie zeigen eindeutig, dass die aktiv verwalteten Fonds pro Jahr durchschnittlich weniger Rendite erwirtschaftet haben, als der jeweilige Referenzwert (Benchmark/Index).

Auch auf der Seite der Privatanleger sieht es ähnlich aus. Eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Studien (Auswertung von über 1 Million Anlegerkonten) hat ergeben, dass nach Abzug der Kosten für Transaktionen, Informationsbeschaffung etc. keine überdurchschnittliche Rendite erreicht werden konnte.

Erklärungsversuche für diese Beobachtungen gibt es viele und sind mehrfach im Bereich der Verhaltenspsychologie zu finden. Ein bei der Erklärung zentraler Sachverhalt wird aber allgemein anerkannt, nämlich dass die Wertpapiermärkte effizient sind. Dies bedeutet, dass alle bis zur aktuellen Minute zur Verfügung stehenden Informationen bekannt sind und sich in den Wertpapierkursen bereits widerspiegeln. Für die weitere Kursentwicklung sind nur noch neue Nachrichten (oder auch das Ausbleiben solcher) relevant.

Passiv verwaltete Investmentfonds

Ein typisches Instrument aus der Reihe der passiven Instrumente ist der sogenannte ETF Exchange Traded Fund. ETFs sind börsengehandelte Investmentfonds, die einen Index wie den DAX nahezu identisch abbilden.

Seit dem Jahr 2000 sind Exchange Traded Funds auch in Deutschland handelbar und erfreuen sich gerade in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Nicht zuletzt wegen der geringen Kosten, denn ein bonusorientierter Manager und teure Analysten fallen hierbei weg.

Mit dem Erwerb eines Exchange Traded Fund können Investoren durch eine einzige Transaktion alle im Index enthaltenen Werte für ihr Depot erwerben. Ein Index streut das Risiko regelbasiert in eine Vielzahl von Einzelwerten. Dadurch ist auch das Verlustrisiko von ETFs wesentlich geringer als bei Einzelaktien.

Zugleich profitiert der Anleger von der Transparenz des zugrunde gelegten Index. Während die Emittenten klassischer Investmentfonds lediglich zum Quartalsende ihre Portfoliostruktur offen legen, ist der Anleger bei Exchange Traded Funds fortlaufend über die aktuelle Zusammensetzung seines Produktes informiert.

Neben den Hauptanlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Währungen können auch Nischenmärkte mit ETFs abgedeckt werden. Die Abwicklung hierfür kann kostengünstig über ein Depot bekannter Direktbanken erfolgen.

Die Vielfalt der angebotenen Produkte (Exchange Traded Funds, Exchange Traded Commodities etc.) und diese nach den individuellen Verhältnissen des Anlegers zusammenzustellen, bleibt eine wichtige und zugleich schwierige Aufgabe, die einer laufenden Überwachung bedarf. Finanzring hat sich auf diese passive Wertpapierstrategie spezialisiert und bietet individuell zugeschnittene Lösungen an.

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Hinweis: Die Anlageberatung nach § 1 Abs. 1a Nr. 1 a KWG, die Anlagevermittlung nach § 1 Abs. 1a Nr. 1 KWG und die Abschlussvermittlung nach § 1 Abs. 1a Nr. 2 KWG erfolgen dagegen im Auftrag, im Namen und für Rechnung von BN & Partners Deutschland AG, Steinstraße 33, 50374 Erftstadt, nach § 2 Abs. 10 KWG. BN & Partners Deutschland AG besitzt für die vorgenannten Finanzdienstleistungen eine entsprechende Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemäß §32 KWG.

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